Loading...
Impressum  Kontakt
backgr
 Home     News    Vita    Interview    Galerie    Gästebuch    Tour    Newsletter 

    nrwduell
  Kostenlos Karten erwerben!
         <<<hier klicken>>>

facebook
hier geht ´s
zu meiner 
Facebook Seite

Ein Interview:

Frage: Du bist wieder auf Tournee, auf den berühmten Brettern, die ja für
Deines gleichen die Welt bedeuten sollen. Wie wichtig ist die Bühne für Dich:

BSt: Ja nun, ich bin eine Rampensau. Ich sitze auch gerne am Schreibtisch und schreibe Nächte lang, ich stehe auch gerne vor einer Fernsehkamera, aber die Bühne ist meine Wurzel. Da hat das alles angefangen, und nur auf der Bühne
hat man das Publikum direkt vor sich. Der Applaus kommt, oder er kommt nicht.
Das passiert sofort, da muss man nicht erst am nächsten Morgen im Videotext nachschauen, wie die Quote war.

Frage: Du bist verheiratet, hast zwei Kinder! Kennen Deine Kinder Dich noch,
wenn die Tournee zu Ende ist?

BSt: Ich glaube, ein Journalist der morgens um acht aus dem Haus geht, und abends um acht aus dem Büro kommt, der sieht seine Kinder wahrscheinlich weniger als ich. Im Normalfall frühstücken wir morgens zusammen, vielleicht
hole ich die beiden von der Schule ab, nachmittags bin ich auch ein paar
Stunden da, und abends stehe ich auf einer Bühne, oder ich schreibe für
„7 Tage, 7 Köpfe“. Ich glaube, ich kann mir meine Zeit ganz gut einteilen.

Frage: Was sagt der Hasenzahn dazu?

BSt: Wir sind seit langer Zeit wirklich glücklich verheiratet. Ich glaube, das liegt auch ein bisschen daran, dass ich ab und zu auf Tournee bin. Man sitzt sich nicht ständig auf der Pelle. So gibt man auch nach 15 Jahren Ehe der Sehnsucht noch eine Chance.

Frage: Mal ne ganz andere Frage: Was bist Du eigentlich: Comedian oder Kabarettist?


BSt: Comedy heißt eigentlich, einen Gag nach dem Anderen bringen. Das ist erstmal ganz schön schwierig, und ich finde auch, nach einer gewissen Zeit
ganz schön langweilig. Die „Stand-Up-Comedians“ in England oder Amerika
sind nach 20 Minuten wieder von der Bühne und das aus gutem Grund! Ich
glaube, ein Zwei-Stunden-Programm, das muss auch ruhige Ecken haben,
da muss man sich auch mal zurücklehnen können, das Lachen muss einem
auch mal im Hals stecken bleiben. Vielleicht bin ich doch eher ein Kabarettist,
aber eben keiner, der sich mit der Tagespolitik befasst.

 

Frage: Es gibt viele Leute, die ein Abendprogramm von Dir gesehen haben, und hinterher ziemlich überrascht waren, dass die Musik so einen großen Anteil hat.

 

BSt: Lieder waren schon immer mein Ding. In einem Lied kann man drei
Minuten lang melancholisch sein. Man kann in drei Strophen eine ganze
Geschichte erzählen. Und ich singe gern. Das ist natürlich eine ziemliche Überraschung für
all die, die mich nur aus „7 Tage, 7 Köpfe“ kennen. Die sind ja nicht mal sicher,
dass ich Beine habe. Die sehen mich ja immer nur hinter dem Tisch. Aber es ist doch schön, Leute überraschen zu können.

 

Frage: Das erste Programm hieß „Geschichten aus der Vorstadt“, dann kam
„Papa ist ne Knackwurst“ und jetzt „Pubertät ist mehr als Pickel!“ Kann es sein,
dass du deine Programme gar nicht schreiben musst, du erzählst einfach, was
bei dir zuhause passiert?

 

BSt: Nee, so einfach ist das nicht. Ich hab nicht zuhause acht Kameras installiert und übertrage unser Leben auf die Theaterbühne. Dann hätte meine Frau mich schon längst verlassen. Aber ich rede schon über das, was uns so passiert ist.
Das gibt den Anstoß. Nur daraus muss man dann noch eine Geschichte machen. Irgendwer hat mal in einer Zeitungskritik geschrieben, dass der normale
Kabarettist über den Dingen steht, und von oben darüber ablästert. Und ich sitze halt mittendrin. Da fühlte ich mich ein bisschen geschmeichelt. Wenn ich nach der Show noch im Foyer Autogramme schreibe, dann höre ich auch oft Sätze wie:
„Das ist mir ganz genau so passiert!“ Das gefällt mir.

 

Frage: A propos Foyer: stimmt es, dass Du hinterher so lange Autogramme schreibst, bis jeder eins hat, das dauert doch ewig.

 

BSt: Ja, das dauert schon. Aber ich finde, die Leute sind gekommen, um mich zu sehen, die sind losgelaufen und haben sich eine Karte besorgt. Dann werde ich
mir ja wohl die Zeit nehmen können, Ihnen diese Eintrittskarte zu unterschreiben.

 

Frage: Am Schluss muss ja noch die Frage nach deinen nächsten Zielen folgen.
Was hast du als nächstes vor?

 

BSt: Ich bin ja schon froh, dass du nicht nach meinem Lieblingswitz gefragt hast.
Ja, was habe ich für Ziele. Also, ich will beruflich nichts anderes erreichen.

 

Frage: Das ist jetzt nicht dein Ernst?

 

BSt:
Doch, ganz sicher! Ich will nicht den Dorfrichter Adam im „Zerbrochenen Krug“ spielen. Ich brauche keine Moderation einer großen Samstag-Abend-Show. Ich möchte noch ein bisschen schauspielern, ich bin wieder dabei ein Buch zu
schreiben, ich möchte weiterhin vor Kameras rumturnen dürfen, aber ich
brauche nichts neues. Ich möchte zufrieden werden! Zufrieden mit dem was ich habe, das bin ich noch nicht ganz! Aber ich bin ja noch jung. Ich hab ja noch ein bisschen Zeit.

 

Frage: Eine Frage noch: Gehst Du mit 65 in Rente?

 

BSt: Ganz sicher nicht!

shop